Rheinredner

“Spielend lernen” – Rheinredner-Clubabend am 15.07.10

Bereits Dienstagabend waren alle Rollen für unseren Clubabend am Donnerstag besetzt. Wiederum ist es uns gelungen, durch rechtzeitige Vorbereitung gute Startbedingungen für konzentriertes und entspanntes Lernen zu schaffen.

Nachdem der Spielleiter die Regeln des Abends erläutert hatte, sorgten Selma, Christian Bl. und Rainer mit Wort, Tipp und Witz des Abends für Auflockerung der Mitspieler. Nacheinander betraten Steffi, Elisabeth, Jannis und Thomas dann die Bühne und gaben Ihre Reden zum Besten. Obwohl Steffi, Elisabeth und Jannis an diesem Abend erst ihre zweite bzw. dritte Rede hielten, folgten sie nicht nur den Projektvorgaben sondern gingen deutlich darüber hinaus. Sie inspirierten uns, forderten uns zum Handeln auf und berührten uns mit persönlichen Erlebnissen.

Die Herausforderung für die Stegreifredner/innen bestand diesmal nicht im Folgen der inhaltlichen Vorgabe – Christian Bl. gab nur ein Wort vor – aber in der Strukturvorgabe, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in der Rede zu berücksichtigen. Alle Redner/innen nahmen die Aufgabe an und lösten sie vorbildlich und mit blauem Ball in der Hand. Besonders gut hat mir der wohl klingende Schweizer Akzent im Deutsch unseres Gastes gefallen, der eine souveräne und interessante Rede ablieferte.

Wie wir wissen, verlangen Bewertungsreden analytisches Denken, Einfühlungsvermögen und im engen zeitlichen Rahmen der Clubabende Schnelligkeit bei der Strukturierung. Steve, Selma, Heike und Carsten bewiesen, dass sie über das Können verfügen und wirkten dabei ganz locker. Elisabeth, die an diesem Abend mit einer vorbereiteten Rede und der Sprachstilbewertung gleich zwei anspruchsvolle Aufgaben übernommen hatte, zeigte kurz und knackig gelungene und zu verbessernde Formulierungen auf. Formulierungen und Wörter, die wir gleich ganz lassen sollten, nannte uns anschließend Thomas in seinem Bericht des Fülwortzählers.

Markus, unser Gesamtbewerter von den Berliner Spreerednern, fand viele lobende Worte für Atmosphäre, Rahmenbedingungen und Außenauftritt der Rheinredner und “gestand ein”, dass die SR einige gute Ideen der RR “kreativ kopiert” hätten. Was er nicht erzählte, war, dass die RR durch die SR zur Einführung und Umsetzung von Videoaufnahmen, der Rolle des Sprachstilbewerters und der Füllwortzählerglocke inspiriert wurden. Ein toller Austausch, den wir uns für die gesamte Toastmasters-Gemeinschaft wünschen. Nur mit einem lebendigen und oft uneigennützigen Austausch werden wir effektiv und effizient viele Menschen erreichen und über das Angebot der Toastmasters informieren können und ihnen die fördernde Lernumgebung schaffen können, die sie zur optimalen Entfaltung ihrer Kommunikations- und Führungsfähigkeiten benötigen.

Ob Spielen das Lernen positiv oder negativ beeinflusst, mag jede/r Teilnehmer/in für sich entscheiden. Ich jedenfalls, habe einen Null-Fehler-Lauf als Toastmaster des Abends hingelegt und werde daran arbeiten, in Zukunft spielerischer an Lernaufgaben heranzugehen.

Euer Toastmaster des Abends
Christian Ba

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