Liebe Rheinrednerinnen und Rheinredner,
es sah im voraus aus wie ein Sommerloch-Meeting, doch ich hatte mich getäuscht. Sommerloch?! – keine Spur. Unsere Mitglieder wurden zudem noch massiv verstärkt durch 5! Gäste. Und von der Stimmung, Lust und Laune konnten wir am Donnerstag das gewohnte “normale” Niveau locker halten.
Nach einer ausführlicheren Begrüßungs- und Erklärungsphase ging es dann sogleich los mit Steffi mit dem Wort des Abends: “Gewürz”. Besonders der Tipp, dass man ohne weiters mehrere kleine Peperonischoten (die sehr gesund sind) runterschlucken kann, ohne innerlich zu “verbrennen” erregte einige Aufmerksamkeit. Ich, für meinen Teil, habe mich noch nicht entschlossen (will sagen getraut) dieses Experimient im Selbstversuch durchzuführen. An der Überzeugungskraft von Steffis Vortrag hat es allerdings nicht gelegen.
Der anschließende Tipp des Abends kam von mir. Kleinere Rollen, wie Füllwortzähler, sind sehr wertvoll für die Entwicklung des Redners. Sie sollten wir keinesfalls unterschätzen. Der gelungene Witz von Thomas führte uns dann in die heiße Phase unseres Abends.
Anja legte los mit ihrem Vortrag über “Wandel und Notwendigkeit oder Herausforderung”. Erschien der Redetitel zuerst etwas holprig so stellte sich der Inhalt ganz anders dar. Wie soll man der Informationsdichte und -vielfalt im heutigen Berufsleben gerecht werden. Das dies im wesentlichen auch an der (positiven) Einstellung des Betroffenen liegt, hatte uns Anja gut erklärt. Weiterhin zeigte sie uns ein Werkzeug, mit dem man die Stand seines Wissens grafisch darstellen kann, das Johari-Fenster. Wie wir dieses Wissen mit dem Halten von Reden und Feedback erweitern können demonstrierte Anja danach. Toll gemacht.
“Reden ohne Schutzschild”. Die Rede von Christian S. war nicht nur sehr gut strukturiert und nachvollziebar. Durch die eingebrachten persönlichen Erfahrungen von Christian, durch die souveräne und bildhaft dargestellten Inhalte konnte die Rede auf breiter Front überzeugen. Und worüber sprach er? Über die Notwendigkeit der Übereinstimmung von Redethema und der eigenen Persönlichkeit bzw. der eigenen Meinung. Ausgezeichnet!
Der Stegreifredenteil verlief allerdings nicht wie erwartet. Jedenfalls nicht wie wir Rheinredner es erwarteten. Bis auf eine Ausnahme. Selma hatte sich etwas besonders einfallen lassen. Sie schickte Sarah, Oliver, Oliver und Waltraud gleichzeitig auf die Bühne und ließ sie germütlich Platz nehmen. Jeweils eine Person bekam eine Aufgabe, die anderen 3 mußten zwar stumm bleiben, konnten aber ihre Meinung durch Gesten und Mimik zum Ausdruck bringen. Die Situationen waren so vielfältig wie ihre Orte: vom Wartezimmer beim Arzt bis zum Treffen der Kandidaten vor einem Bewerbungsgespräch, von der Schwangerschaftsberatung bis zum Treffen der Kontrahenten unmittelbar vor einem Gerichtstermin. Nicht nur die Stegreifredner brillierten auch die “Stummen” gaben Ihr bestes. So war z.B. die Darstellung der “stummen” Schwangeren von Sarah, ein besonderes Erlebnis.
Was gab es sonst noch zu berichten? Zwei Rede-Bewertungen von Florian und Christian Ba., eine ausführliche Stegreifredenbewertung von Heike, eine Kombi-Bewertung von Thomas zu den Themen Sprachstil und Gesamtbewertung. Alles in der gewohnten hochwertigen Rheinredner-Qualität.
Zu guter Letzt ein Dankeschön für die Füllwortzählerin Steffi, die Zeitnehmerin Sarah und die Kamerafrau und Wahlhelferin Waltraud.
Am 07.02.2012 um 19:15
Thema: Officer Workshop
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